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GENial! - Allgäu ohne Gentechnik!
Aktuell ist einer unserer Arbeitsschwerpunkte das Thema
Gentechnik. Fast 80 Prozent der Bevölkerung lehnen in Deutschland
Gentechnik ab, weil unkalkulierbare Gesundheitsrisiken,
ökologische Schäden und Abhängigkeit der Bauern von
Agrarkonzernen drohen.
Wir koordinieren und treiben die Bildung einer gentechnikfreien Region Allgäu voran in dem:
- wir Verbraucher und Landwirte über die Gefahren der Gentechnik informieren
- wir Informationen über gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung bieten
- wir uns bei Politikern für ein gentechnikenfreies Allgäu einsetzen
- wir den Protest von Verbänden, Bürgern und Landwirten vernetzen
- wir organisieren den AK Gentechnik
Unterschreiben auch Sie die Selbstverpflichtungserklärung und dokumentieren Sie so Ihren politischen Willen!
Hier könen Sie die Selbstverpflichtungserklärung kostenlos herunterladen:
Selbstverpflichtungserklärung für Landwirte [85 kB]
Selbstverpflichtungserklärung für Gärtner [493 kB]
Selbstverpflichtungserklärung für Jäger [493 kB]
Selbstverpflichtungserklärung für Verbraucher [564 kB]
Weitere Aktivitäten im Allgäu unter:
www.genfrei-sued.de
www.gentechnikfreie-bodenseeregion.org
www.gentechnikfreie-region-weilheim-schongau.de
Was ist Gentechnik ?
Man unterscheidet drei Arten von Gentechnik:
Rote Gentechnik
Die Anwendung erfolgt in der Medizin zur Entwicklung von diagnostischen
und therapeutischen Verfahren und Arzneimitteln (Anwendung in
geschlossenen Systemen).
Weiße Gentechnik
Die Nutzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen zur
Herstellung von Enzymen, Vitaminen, Hefen oder Feinchemikalien für
industrielle Zwecke, in der Mikrobiologie und der Umweltschutztechnik
(Anwendung in geschlossenen Systemen).
Grüne Gentechnik oder Agro-Gentechnik
Nutzpflanzen werden gentechnisch verändert. Dabei werden zum Teil
artfremde Gene in das Erbgut der Pflanzen eingebaut. Gentechnisch
veränderte Pflanzen verbreiten sich durch Pollenflug
unkontrolliert über weite Strecken in der Natur. Auskreuzungen
sind nie mehr rückholbar. Geforscht wird auch an transgenen
Tieren, z.B. Schweinen, Kühen oder Fischen.
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.transgen.de
www.umweltinstitut.org
www.keine-gentechnik.de
Wie funktioniert's ?
Das Erbmaterial aller Lebewesen ist nach dem gleichen Code aufgebaut.
Bei der Gentechnik wird Erbmaterial isoliert und neu kombiniert.
Bakterien-Gene werden z.B. in Sojabohnen eingebaut. Es entstehen
Pflanzen, die in der Natur nie vorkommen würden. Dabei
funktioniert Erbgut auf viel kompliziertere Weise als ursprünglich
erwartet. Einzelne Gene beeinflussen nicht eine, sondern oft mehrere
Eigenschaften einer Pflanze.
Was ist auf dem Markt?
Weltweit sind an gentechnisch veränderten Pflanzen zur Zeit Raps,
Mais; Soja und Baumwolle zugelassen. Geforscht wird u.a. an Weizen,
verschiedenen Gräsern, Obst- und Gemüsesorten sowie Tieren.
In Europa darf bisher nur der gentechnisch veränderte Mais MON 810
angebaut werden.
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.greenpeace.de
www.einkaufsnetz.org
www.gen-ethisches-netzwerk.de
Welche Vorteile werden häufig genannt?
- mehr Arbeitsplätze, aber
Gentechnik ist eine Rationalisierungstechnik. Deshalb sind keine Impulse für den Arbeitsmarkt zu erwarten.
- weniger Pflanzenschutzmittel, aber
dies ist, wie das Beispiel USA zeigt, nur von
kurzer Dauer. Inzwischen ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im
Vergleich zu der Zeit vor Einführung der Gentechnik um fast 12%
gestiegen.
- höhere Hektar-Erträge, aber
Ertragssteigerungen sind nur zu 30 bis 40%
genetisch bedingt. Umweltfaktoren wie z.B. das Wetter und die
Bodenqualität sind entscheidender. Dies bestätigen auch die
Erfahrungen der Landwirte in USA. Zudem sind durch Resistenzbildung
Superunkräuter entstanden.
- bekämpft Hungersnöte, aber
Gentechnikpflanzen sind keine
Grundnahrungsmittel der Armen, über 90% landen in den
Futtertrögen der Industrieländer. Gentechnik zielt auf eine
industrielle Landwirtschaft ab. Solches Saatgut ist für die
Kleinbauern in Entwicklungsländern zu teuer.
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.brotfuerdiewelt.de
Welche Risiken sind möglich?
Ökologische Risiken
Durch den unkontrollierten Pollenflug können die gentechnisch
veränderten Pflanzen auf verwandte Kultur- und Wildpflanzen
auskreuzen. So bedrohen sie die Artenvielfalt, die Reinheit
traditioneller Sorten und gefährden die Bienen. Die langfristigen
Auswirkungen sind hier noch nicht erforscht.
Gesundheitliche Risiken
Gentechnisch veränderte Organismen sind angeblich gesundheitlich
unbedenklich. Weltweit gibt es aber bisher keine Langzeitstudien
über die Auswirkungen genmanipulierter Pflanzen auf Mensch und
Tier. Gentechnische Veränderungen am Erbgut sind deshalb riskant,
weil neue Proteine entstehen, die allergen wirken können.
Ökonomische Risiken
Landwirte und Lebensmittelhersteller, die auf gentechnikfreie Produkte
setzen, würden Märkte verlieren, da über 70% der
Bevölkerung Lebensmittel aus gentechnisch veränderten
Organismen ablehnen. Gentechnisch veränderte Organismen werden
weltweit patentiert, so dass die Hersteller jedes Jahr neu
Lizenzgebühren verlangen können. Dies bietet neue
Möglichkeiten der Marktbeherrschung und führt die Landwirte
in die Abhängigkeit.
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.keine-gentechnik.de
www.umweltinstitut.org
www.bundnaturschutz.de
Die Sache mit der Kennzeichnung
Kennzeichnungspflicht besteht bei Lebensmitteln,
- die GVO enthalten (z.B. Sojamehl aus gentechnisch verändertem Soja)
- die aus GVO bestehen (z.B. gentechnisch veränderter Süßmais)
- die aus GVO hergestellt werden (z.B. Speiseöl aus gentechnisch verändertem Raps)
- die Zutaten enthalten, die aus GVO
hergestellt werden (z.B. Schokolade mit Lecithin aus gentechnisch
veränderten Sojabohnen)
Milch, Fleisch, Eier von Tieren, die nicht mit gentechnisch
veränderten Futterpflanzen gefüttert wurden, können mit
dem Begriff „ohne Gentechnik“ ausgelobt werden.
Lebensmittel, die mit Hilfe von GVO oder GVO-Produkten hergestellt
wurden, in denen diese GVO jedoch nicht mehr enthalten sind,
müssen nicht gekennzeichnet werden (z.B. Vitamine, die mittels
gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt wurden).
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.verbraucherzentrale-bayern.de
Warum eine gentechnikfreie Anbau- und Fütterungsregion?
- Koexistenz von gentechnikfreien und
gentechnisch veränderten Organismen ist letztlich nicht
möglich, weder auf dem Feld (Pollenflug) noch in der Verarbeitung
(Verschleppung, Durchmischung).
- Die Wahlfreiheit der Bauern beim
Anbau und die Freiheit der Verbraucher bei der Auswahl der
Nahrungsmittel würde immer mehr eingeschränkt, da das Angebot
an gentechnikfreien Lebensmitteln immer kleiner würde.
- Die Gründung einer
gentechnikfreien Region kann dieser Entwicklung entgegenwirken und so
dem Willen der Verbraucher, die zu über 70% Gentechnik in der
Nahrung ablehnen, Rechnung tragen.
- Bis jetzt erfolgt die Gründung
einer solchen Region auf freiwilliger Basis. Im Allgäu ist es sehr
wichtig, die Fütterung mit einzubeziehen, um so die
gentechnikfreien Regionen, aus denen die Futtermittel stammen, zu
unterstützen, bzw. den Markt für solche Futtermittel zu
stärken.
Eine Liste mit Futtermittelhändlern, die nach eigenen Angaben
gentechnikfreie Rohstoffe verarbeiten, können Sie hier als PDF herunterladen [47,3 kB].
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.gentechnikfreie-regionen.de
www.zivilcourage.ro
Was kann ich als Verbraucher tun?
Machen Sie „Politik mit dem Einkaufskorb“!
- Kaufen Sie dort ein, wo die
Herkunft bzw. die Herstellung der Lebensmittel nachvollziehbar ist oder
Ihnen darüber ausreichend Auskunft gegeben werden kann! Wenn Sie
grundsätzlich auf regionale Herkunft achten, können Sie diese
Informationen meist sehr einfach bekommen. Der Bio-Einkaufsführer
für das Allgäu vom Bio-Ring Allgäu e.V., Kempten
wäre als ein Beispiel zu nennen.
- Lesen Sie das
„Kleingedruckte“ auf der Verpackung. Wenn Sie die Worte
„...gentechnisch verändert...“ finden, sehen Sie
genauer hin!
Mehr Hintergrundinformationen finden sie unter:
www.einkaufsnetz.org
Äußern Sie Ihren politischen Willen!
- Unterschreiben Sie die Selbstverpflichtungserklärung und dokumentieren Sie so Ihren politischen Willen!
- Unterstützen Sie die
Initiativen vor Ort wie z.B. das Bündnis gentechnikfreie
Anbauregion Bodensee-Allgäu-Oberschwaben (www.genfrei-sued.de)
oder den Bio-Ring Allgäu e.V. (www.bioring-allgaeu.de).
- Werden Sie selbst aktiv!
Informieren Sie sich!
Schicken Sie uns doch eine E-Mail:
info@bioring-allgaeu.de
© Bio-Ring Allgäu e.V., erstellt von Fischer K.
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